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Top-Thema Fahrstiltest: Fuß vom Gas lohnt sich

Foto: Wildhage

Tempowahl mit Augenmaß spart Kraftstoff. Wie groß der Vorteil sein kann, hat güterverkehr gemessen: Um fast neun Prozent sinkt der Dieseldurst, wenn man das gesetzliche Tempolimit öfter als üblich einhält.

Zwei Prozent Minderverbrauch eines Lastwagenmodells A im Vergleich zu einem Wettbewerbsmodell B lassen Unternehmer und Kostenkontrolleure in Verzückung geraten. Wie hoch mag die Begehrlichkeit anschwellen, wenn von sechs, acht oder gar von zehn Prozent die Rede ist? Und das nicht verbunden mit zwangsgekoppelten Investitionsausgaben für einen neuen Lkw, sondern praktisch zum Nulltarif. Simples Gaswegnehmen genügt.

Das jedenfalls ist das Ergebnis des aktuellen Fahrstilvergleichstests von güterverkehr. Um 8,8 % sinkt der Dieselkonsum, wenn auf durchschnittlich mittelschwerer Autobahn anstelle von knapp 90 km/h mit gut 80 km/h  gefahren wird. Der zugleich zu verzeichnende Verlust bei der Transportgeschwindigkeit steht dem Sparpotenzial mit minus 4,3 % gegenüber.

 

Iveco Stralis 460 Euro 6: Rundum gelungen

Foto: Simon

Mit seinen Verbrauchsergebnissen positioniert sich der neue Iveco Stralis 460 Euro 6 ganz vorn im Wettbewerbsumfeld. güterverkehr zeigt, was der Italiener neben seinem geringen Dieseldurst noch zu bieten hat.

Saubere Euro-6-Lastwagen verbrauchen mehr Diesel als die weniger abgasgefilterten Euro-5-Modelle. So sagt es die Theorie und so bestätigten es die Motoreningenieure in der Vergangenheit. Schnee von gestern. Inzwischen zeigt die Praxis das glatte Gegenteil: Die aktuellen Verbrauchsmeister in der güterverkehr-Test­datenbank, MAN TGX und Mercedes-Benz Actros, sind mit praktisch partikelfreien Maschinen der neuesten Schadstoffminderungsstufe unterwegs. Der Streckenverbrauch bei voller Gewichtsauslastung erreicht dabei nur noch um die 32 l je 100 km. Das haben Euro-5-Lastwagen zu keiner Zeit hinbekommen.

Der neue Iveco Stralis 460 Euro 6 reiht sich nun ebenfalls ein in die Riege der dieselknausernden Saubermänner. Im ersten güterverkehr-­Test begnügt sich der italienische Lastwagen aus spanischer Produktion mit 33,0 l/100 km. Eingedenk der durchaus herbstlichen Witterungsbedingungen mit frischem Frühtau und bestenfalls 15 Grad Tageshöchsttemperatur darf das als ein Resultat auf Augenhöhe mit den Klassenbesten gewertet werden.

Den gesamten Artikel lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtest und Fahrzeugpremieren"

 

150 Jahre Deutz: Von der Bastlerbude zum Weltkonzern

Foto: Deutz

Kaum ein anderes Unternehmen hat die Entwicklung des Verbrennungsmotors so nachhaltig angeschoben wie die Deutz AG. 1864, vor nun fast 150 Jahren, begann alles in der Kölner Servasgasse. In einer kleinen Werkstatt im Herzen der Domstadt entstand die weltweit bekannte Motorenschmiede. 

Oftmals steht am Anfang eines bahnbrechenden Fortschritts der Menschheitsgeschichte ein Visionär und genialer Tüftler. Nicolaus August Otto war ein solcher. Dem Erfinder des Viertaktprinzips zu ehren wurde seine Schöpfung später Otto­motor genannt, festgelegt 1946 nach DIN-Norm für Aggregate mit Fremdzündung und Hubkolbenantrieb. Der Name des Urhebers findet sich heute noch im Fahrzeugschein jedes Benziners.

  

Fahrersitze: Leicht und ergonomisch liegt im Trend

Foto: Isringhausen

Wohin geht die Reise in der Entwicklung von Fahrersitzen?
Das haben wir die großen Sitzhersteller gefragt. Und wir stellen
Innovationen vor, die Trends in diesem Segment setzen könnten.

Stylisch soll er aussehen, leicht soll er sein und ein komfortables Sitzen ermöglichen. Und das sind nur wenige von vielen Eigenschaften, die einen guten Sitz ausmachen. Ergonomie und Leichtbau, das sind im Nfz-Sitzbau die wichtigen Leitthemen. Hersteller Isringhausen präsentierte unlängst seine neuste Entwicklung, den ergonomischen Konzeptsitz SmartShape, der aus unterschiedlichsten Materialien besteht. „Sitzkomfort muss leistungsfördernd entwickelt werden. In der Konzeptphase schaue ich bewusst über den Tellerrand und analysiere Produkte aus anderen Anwendungsbereichen hinsichtlich ergonomischer Fragestellungen“, verrät Isri-Ergonomin Johanna Keiner. Anleihen hat man daher z.B. bei Sitzpolstern für Fahrradhosen gemacht.

 

Editorial: Kraftstoffverbrauch - Weniger ist mehr

Foto: Verlag

Es gilt zu sparen. Das geht manchmal sogar leichter und entspannender als vielfach gedacht. Denn der „Fuß vom Gas lohnt sich auch beim Lkw“! So betiteln wir unser Top-Thema ab Seite 20. Und wir beweisen diese Aussage auch – wir haben es nämlich getestet. Eine Tempowahl mit Augenmaß reduziert spürbar den Kraft­stoffverbrauch. Wer sich an das gesetzliche Geschwindigkeitslimit hält, kommt preiswerter (und eigentlich genauso zügig) von a nach b.

Das jedenfalls ist das Ergebnis unseres aktuellen Fahrstilvergleichstests. Um 8,8 % sinkt der Dieselkonsum, wenn auf einer Autobahn mittelschwerer Topografie mit gut 80 km/h gefahren wird, statt den Laster bis zum Begrenzer zu treiben, sprich beständig die 90 km/h im Fokus zu haben.

Die zugleich zu verzeichnende geringere Transportgeschwindigkeit steht dem Sparpotenzial mit minus 4,3 % gegenüber. Umgerechnet in Zeit: Wenn der eine das Ziel in einer Stunde erreicht, so trifft der andere zweieinhalb Minuten später ein. Eine wohl vernachlässigbare Größe.

Das ist nicht unser einziger Beitrag, der sich mit dem Thema Spritsparen beschäftigt. Mit seinen Verbrauchsergebnissen positioniert sich auch der neue Iveco Stralis 460 Euro 6 ganz vorn im Wettbewerbsumfeld. Unter dem Titel „Rundum gelungen“ zeigen wir ab Seite 8, was der Italiener neben seinem geringen Dieseldurst noch zu bieten hat.

Einen weiteren Pluspunkt sammelt der Lastwagen beispielsweise mit seinen vergleichsweise niedrigen Fixkosten. Ganze 1.550 Euro je Monat ruft der Iveco-Vertrieb für den verbrauchsarmen Saubermann auf – nicht allein für das Fahrzeug-Leasing, sondern fürs vollumfängliche Full-Service-Komplettpaket.

Auch der Motorenhersteller Deutz war lange Jahre für leistungsstarke und vergleichsweise sparsame Triebwerke bekannt. Und: Kaum ein anderes Unternehmen hat die Entwicklung des Verbrennungsmotors so nachhaltig angeschoben wie die Deutz AG. 1864, vor nun fast 150 Jahren, begann alles in der Kölner Servasgasse. In einer kleinen Werkstatt im Herzen der Domstadt entstand die bekannte Motorenschmiede. Auf Seite 14 geben wir aufgrund des im nächsten Jahr anstehenden Jubiläums einen Rückblick auf die Ursprünge und die Entwicklung des rheinischen Triebwerksspezialisten, dessen größter Anteilseigner heute mit gut 25 % der schwedische Fahrzeugbauer Volvo ist.

Wir wünschen informatives Lesen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de