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Top-Thema: Fahrertraining - Bremsen will gelernt sein

Jede Menge praktische Übungen warteten auf die Fahrer beim Training von Krone und güterverkehr

Technische Innovationen machen den Lkw immer sicherer. Dennoch ist der Fahrer das wichtigste Sicherheitssystem an Bord. Er muss das Fahrzeug zu jeder Zeit beherrschen. Den Ernstfall simulierten kürzlich 25 Teilnehmer beim gemeinsamen Fahrsicherheitstrainings vom Fahrzeugwerk Bernard Krone und güterverkehr.

Lkw-Unfälle gehören zum traurigen Alltag auf deutschen Autobahnen und Straßen. Häufig werden dabei die Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer zum Teil schwer verletzt. In Zahlen bedeutet das laut ADAC: Für 169 Lkw-Chauffeure endete 2011 ein Unfall tödlich, 1.921 wurden schwer verletzt, 8.505 leicht. Zum Vergleich: Laut ADAC kamen im gleichen Jahr nur auf deutschen Autobahnen insgesamt 453 Menschen ums Leben, es gab 5.223 Schwerverletzte.

Somit ist nahezu jeder dritte Tote auf der Autobahn ein Lkw-Fahrer. Und das bei einem Lkw-Anteil von etwa 20 % im Straßenverkehr. „Dabei liegen zusammengerechnet 97 % der auslösenden Unfallereignisse im Lkw auf Seiten des Menschen“ erklärt Uwe Günzel, Leiter der Verkehrsakademie Plauen und Trainer beim gemeinsamen Fahrsicherheitstraining vom Fahrzeugwerk Bernard Krone und ­güterverkehr.

Auslöser ist immer die Fehleinschätzung des Fahrers aufgrund von Stress, Müdigkeit, Medikamenten, Alkohol, Ablenkung oder mangelnder Erfahrung. Kurz: „Die Sinneseindrücke des Fahrers stimmen nicht mit der Realität überein“, erklärt Günzel den 26 Teilnehmern im theoretischen Teil der zweitägigen Veranstaltung.

 

Volvo FH: Auf dem Weg zum Verkaufserfolg

Überzeugte auf den ersten Testkilometern: Volvo FH

Volvo hat kürzlich zu den ersten Testfahrten des neuen FH eingeladen. Die Fahreigenschaften sind eine Mixtur aus Bekanntem und Neuem. Das Interieur wurde durchweg gelungen innovativ gestaltet.

Zugegeben: Ein wenig Respekt hat man schon. Schließlich ist der Volvo FH ein rundum, drinnen wie draußen, neu entwickelter Lastwagen. Mit neuem Antlitz, neuer Kabine, neuem Interieur, neuer Bedienung? Nein. Jedenfalls bei der Bedienung des Newcomers ist man schnell à jour. Wenn man sich vorher etwas eingelesen hat in die Thematik. Denn Volvo hat die eine oder andere Schrulligkeit abgelegt oder zumindest abgemildert.

Zum Beispiel die Tempomatbedienung. Die erfolgt jetzt direkt vom Lenkrad aus, mit einem feinen Wippschalterchen fürs Auf und Ab der Wunschgeschwindigkeit und Einzelschaltern für den Abstandsregelautomaten. Der Dauerbremshebel hat jetzt eine definierte „Aus“-Stellung, wo bisher die Automatikfunktion weilte. Den Wählhebel für die I-Shift-Bedienung hat Volvo genau da belassen, wo er schon bisher war: rechts vom Fahrersitz.

Den kompletten Fahrbericht zum Download finden Sie hier.

 

Premiere DAF XF: Dauerbrenner im neuen Kleid

Der neue DAF stellte sich erstmals auf der IAA in Hannover der Öffentlichkeit vor

Die Schweren von DAF gehen in eine neue Runde. Für Euro 6 haben die Holländer den XF tiefgreifend überarbeitet. Herausgekommen ist ein durchaus attraktives Flaggschiff.

Volle 25 Jahre sind ein hohes Alter für eine Lkw-Baureihe. Wenn die sich – wie der DAF XF – in ihrem 25. Jahr dann auch noch über steigende Verkaufszahlen freuen kann, dann muss da schon etwas Besonderes dahinterstecken. Und dann ist es schon einen Versuch wert, auf dieser Basis noch einmal einen Wurf zu wagen.

Genau das hat DAF mit einer klugen und umfangreichen Revision, die ein ganz neues Kapitel in der langen Geschichte dieses Klassikers aufschlägt. Zusammen mit Seddon Atkinson und Pegaso hatte DAF anno 1987 den Urahn der heutigen XF-Kabine entwickelt. Die beiden Partner von damals sind Historie, während DAF heute noch Lkw-Geschichte schreibt und eben just ein neues Kapitel aufschlägt.

Den kompletten Fahrbericht zum Download finden Sie hier.

Mehr Fotos finden Sie in unserer Bildergalerie.

Fuhrpark: LED-Lampen - Das Licht der Zukunft

Eine Binsenweisheit, aber enorm wichtig: gute Scheinwerfer in der Nacht

LED-Licht für die Fahrzeugbeleuchtung ist im Kommen. Die Leuchtdiode bietet gegenüber der herkömmlichen Beleuchtung gleich mehrere Vorteile, weshalb sich besonders die Anhänger- und Aufliegerhersteller dieser Technik öffnen.

Berufskraftfahrer schenken der Beleuchtung an ihren Fahrzeugen oft zu wenig oder zu viel Beachtung. Regelmäßige Lichttests ergeben, dass rund 40 Prozent der Lkw und Busse in Deutschland mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs sind. Das entspricht bei einem Bestand von 2,5 Mio. Lastwagen und Bussen hochgerechnet rund 1 Mio. Nutzfahrzeugen, die mit fehlerhaftem Licht fahren.

Viele sind mit „einäugigem“ Abblendlicht oder defekter Schlussleuchte unterwegs. Andere wiederum verwandeln ihren Lastzug in einen wahren Christbaum, der andere Verkehrsteilnehmer ablenkt oder gar blendet. Dabei sind eigenmächtige Lichtspielereien wie von innen angestrahlte Firmenschilder, gelbe Lichterketten im oder über dem Fahrerhaus, blaue oder grüne Leuchtdioden an den Seiten, Leisten mit einer bunten Sammlung von exotischen Zusatzscheinwerfern oder beleuchtete Weihnachtsbäumchen hinter der Windschutzscheibe verboten.

 

 

Editorial: Das wichtigste Sicherheitssystem ist der Fahrer

Chefredakteur Dirk Sanne

Exakt 25 Unternehmer und Berufskraftfahrer haben kürzlich unser jähr­liches, zusammen mit dem Fahrzeugwerk Bernard Krone sowie der Verkehrsakademie Plauen veranstaltetes Fahrsicherheitstraining besucht und sich den dortigen Herausforderungen gestellt. Fahren am Limit für das Plus an Sicherheit – unter diesem Motto stand unser Training.

Alle waren sie gestandene Chauffeure mit einer durchaus langen Fahrpraxis. Alte Hasen also, die da über Funk geführt ihre Runden auf dem Übungsgelände drehen und diverse Aufgaben bewältigen sollten. Trotz ihrer fahrerischen Erfahrung nahmen sie dankbar die Tipps und Ratschläge unserer Ausbilder der Verkehrsakademie an. Aus gutem Grund, denn hier auf dem Übungsplatz bekamen die Teilnehmer die seltene Möglichkeit, Grenzsituationen zu erleben und zu lernen, wie man Krisen beherrschen kann. „Lerne Dein Fahrzeug und die Physik verstehen, damit Du später echte Gefahren sicher meistern kannst“, ist die Devise von Uwe Günzel, Geschäftsführer der Verkehrsakademie Plauen.

Die Herausforderungen waren für die Teilnehmer durchaus anspruchsvoll: Vollbremsung auf nassem und schneeglattem Straßenbelag, Ausweichen vor Hindernissen, Abfangen von ausbrechenden oder sich aufschaukelnden Fahrzeugen. Manöver also, die auch für Chauffeure mit jahrzehntelanger Fahrpraxis kein Alltag sind. Aber es kann jederzeit der Moment kommen, an dem das hier erworbene Wissen in der realen Verkehrspraxis von einem Moment zum anderen abgerufen werden muss. Und auf einem Verkehrsübungsgelände kann man das Verhalten in Gefahrensituationen trainieren, ohne sich und Dritte zu gefährden.

Die Aufgaben meisterten alle Teilnehmer nach und nach mit Bravour. Das Fazit am Schluss lautete durch die Bank: Man lernt hier wirklich, wie sich das Fahrzeug in Extremsituationen verhält. In dem Beitrag ­„Sicheres Bremsen will gelernt sein“ (ab Seite 22) berichten wir über die Erlebnisse unserer Teilnehmer und die Bedeutung einer derartigen Aus- und Weiterbildung. Denn: Das wichtigste Sicherheitssystem an Bord eines Lkw ist und bleibt der Fahrer.

Übrigens: Unser Fahrsicherheitstraining erfüllt alle Voraussetzungen einer im Berufskraftfahrerqualifizierungsgesetz (BKrFQG) vorgeschriebenen Weiterbildung und wird von der Verkehrsakademie entsprechend bescheinigt – für 2013 sind noch Plätze frei …

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de

 

 

Fotos: Sanne, Volvo Trucks, Verlag