Rotterdam nimmt neue Umschlageinrichtungen in Betrieb

Damit erweitert der Hafen seine Kapazitäten für Bord-an-Bord-Umschläge.

Foto: Port of Rotterdam

Kürzlich wurden in den Binnengewässern der sogenannten zweiten Maasvlakte die ersten Handelswaren umgeschlagen. An einem der speziell eingerichteten Liegeplätze wurden Ölprodukte von der „Blue Marlin“ auf die „Chemtrans Sea“ umgeladen. Dank der geschützten Liegeplätze kann der Umschlag hier schneller, zuverlässiger und sicherer erfolgen als auf offener See.

Mit dem neuen Standort will der Hafenbetrieb Umschlagaktivitäten nach Rotterdam holen, die bislang Bord-an-Bord auf offener See stattfanden, u. a. vor der Südostküste von England (Southwold) und bei Dänemark (Skagen). Dies ist mit Umwelt- und Sicherheitsrisiken verbunden. Im Hafen sind die Risiken weitaus geringer, und die Umschlagaktivitäten generieren ein umfangreiches Auftragsangebot für die Dienstleistungsbranche.

Ende dieses Jahres werden die Terminals auf der 2. Maasvlakte in Betrieb genommen, dann können dort auch Container umschlagen werden.

Für die neuen Liegeplätze wurden zweimal acht große Pfähle installiert, an denen Schiffe mit einer Länge von 225 bis 350 m anlegen können. Die maximale Wassertiefe beträgt 23,65 m. Der Umschlagplatz eignet sich sowohl für Kraftstoffe und andere flüssige Ladung als auch für Trockengüter wie Kohle und Getreide. Darüber hinaus können Schiffe die Anlegestellen in Notlagen benutzen. Die Investitionen in die Liegeplätze belaufen sich auf rund 9 Mio. Euro.

15.07.2014